Körperliche Kompetenz

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Unter körperlicher Kompetenz werden die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit, die Funktionstüchtigkeit der sensorischen Organe sowie die Mobilität zusammengefasst, wobei die Mobilität zahlreiche psychomotorische Funktionsabläufe umfasst.

Die körperliche Kompetenz ist zunächst von dem natürlichen, auch mit dem Begriff der Biomorphose umschriebenen Alternsprozess beeinflusst, der mit Veränderungen des Gewebes und der Organe verbunden ist; dabei ist von unterschiedlichen Alternsprozessen in den einzelnen Organen auszugehen. Die Veränderungen drücken sich vor allem in einer reduzierten Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit und damit in einer erhöhten Verletzbarkeit des Organismus sowie in einer verringerten körperlichen Leistungsfähigkeit aus. Allerdings finden sich in diesen Merkmalen des physischen Alterns ausgeprägte Unterschiede zwischen Personen derselben Altersgruppen – diese Unterschiede sind nicht allein auf genetische Einflüsse, sondern auch auf den Grad körperlicher Aktivität sowie auf Risikofaktoren und Erkrankungen in früheren Lebensaltern zurückzuführen. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass durch körperliche Aktivität im Alter ein bedeutender Beitrag zur Aufrechterhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit geleistet wird; aus diesem Grunde gelten, wie bereits hervorgehoben wurde, die Leitbilder der Prävention für den gesamten Lebenslauf und nicht nur für frühere Lebensalter. Die natürlichen Veränderungen des Gewebes und der Organe stellen für sich genommen keine Krankheiten dar. Altern ist also nicht mit Krankheit gleichzusetzen, doch ist auf Grund der verringerten Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit des Organismus das Erkrankungsrisiko im Alter erhöht. Besondere Bedeutung kommt dabei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie den Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems zu. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der größere Teil älterer Menschen an mehreren Erkrankungen leidet, die zudem in vielen Fällen chronisch verlaufen. Mit den Erkrankungen nimmt auch die Gefahr funktionaler Einschränkungen zu, die ab einem gewissen Grad zur verringerten Selbstständigkeit führen.

 
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