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Der präventive HausbesuchDer präventive Hausbesuch, bei dem ältere Menschen in ihrer häuslichen Umgebung untersucht und beraten werden, bildet eine geeignete Methode (a) zur Früherkennung von Risikofaktoren und Erkrankungen, (b) zur Intervention bei bestehenden Risikofaktoren und Erkrankungen sowie (c) zur gezielten Beeinflussung von Merkmalen des Lebensstils, der Lebenslage und der Umwelt mit dem Ziel der Vermeidung von Risikofaktoren und Erkrankungen. Bei der Diagnostik werden organische, funktionelle, psychische und soziale Faktoren berücksichtigt (diese Art der Diagnostik wird auch mit dem Begriff des "mehrdimensionalen geriatrischen Assessments" umschrieben), da die genannten Faktoren zur Entstehung von Erkrankungen sowie zur Hilfsbedürftigkeit oder sogar zur Pflegebedürftigkeit beitragen können. Es wurde bereits hervorgehoben, dass die Prävention ein ganzheitliches, an den verschiedenen Ebenen der Kompetenz orientiertes Vorgehen darstellt. Dieses ganzheitliche Vorgehen spiegelt sich auch in der Diagnostik wider. Mehrere Studien haben zeigen können, dass bei jenen älteren Patienten, bei denen ein geriatrisches Assessment durchgeführt wurde, in den folgenden 12 bis 24 Monaten ein geringeres Risiko für eine Einweisung in ein Pflegeheim besteht (vgl.Stuck, Siu, Wieland, Adams & Rubenstein 1993). Dieser positive Effekt auf die Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit ist um so ausgeprägter, je früher das im Rahmen präventiver Hausbesuche durchgeführte geriatrische Assessment und die daran anschließende Intervention samt regelmäßiger Überprüfung der Umsetzung erfolgt, d.h. solange bei den älteren Menschen noch relativ geringe gesundheitliche und funktionale Einbußen bestehen (Stuck et al.2000). Aus Übersicht 3-5 geht hervor, welche Ebenen im diagnostischen Prozess berücksichtigt und damit auch in die Entwicklung von Interventionsmaßnahmen eingehen müssen. Übersicht 3-5: Der präventive Hausbesuch
Quelle: modifizierte Übersicht nach Stuck 1998 |
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PräventionspotenzialeDer präventive Hausbesuch |
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