Stationäre pflegerische Versorgung älterer Menschen – ausgewählte Aspekte

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(a) Heime – Lebensorte einer Minderheit im Alter

Nach wie vor leisten die Heime einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung der Versorgung Pflegebedürftiger, die nicht in ihrem eigenen Haushalt oder im Haushalt von Familienangehörigen versorgt, betreut und gepflegt werden können oder wollen. Der enorme Ausbau der ambulanten Dienste in den vergangenen Jahren und die verbesserten Finanzierungsbedingungen durch die Pflegeversicherung - u.a. durch die Geldleistungen – haben wahrscheinlich dazu beigetragen, den auf Grund der demographischen Entwicklung erwarteten Anstieg der Zahl der Plätze in Pflegeeinrichtungen zu dämpfen. Doch trotz einer verbesserten Infrastruktur mit ambulanten Diensten - und der Entwicklung von Angeboten des Betreuten Wohnens (mit rasch erreichbaren pflegerischen Leistungen) und zahlenmäßig noch unbedeutenden Alternativen wie z. B. Wohngruppen für Pflegebedürftige – wird der Heimsektor in naher Zukunft wie in den nächsten beiden Jahrzehnten seine Bedeutung behalten. Es werden konzeptionelle Änderungen erfolgen (müssen), z.B. durch die Anforderungen auf Grund einer höheren Zahl psychisch kranker älterer Menschen, die nicht zu Hause versorgt werden können. Und es werden bauliche und organisatorische Änderungen erfolgen müssen, unter anderem durch eine neue Generation der Heime, die so genannten Hausgemeinschaften, die sich dadurch auszeichnen, dass die Kooperation zwischen Pflege und Hauswirtschaft einen grundsätzlich anderen Charakter erhält (siehe hierzu Abschnitt 6).

Von den mehr als 11,6 Millionen älteren Menschen (65 Jahre und älter) leben mehr als 93 Prozent in "normalen" Wohnungen; nur ca. 6,9 Prozent leben in Einrichtungen, die als "Sonderwohnformen" bezeichnet werden, fast 662.000 in Heimen (5,3 %) (überwiegend Altenpflegeheime und Altenwohnheime) und ca. 200.000 in speziellen Altenwohnungen (1,6 %). Hierzu zählt man auch aus pragmatischen Gründen das "Betreute Wohnen". Es ist also eine Minderheit der über 65-jährigen Personen, die im Heim wohnen muss oder wohnen will, doch diese Minderheit verdient politisch und gesellschaftlich höchste Aufmerksamkeit, da es sich überwiegend um eine Personengruppe handelt, die des besonderen Schutzes bedarf, deren Selbstbestimmung und Selbstständigkeit gefährdet ist und deren Unterstützungs-, Hilfeund Pflegebedarf auf Grund körperlicher und/oder psychischer Krankheiten oder fortgeschrittenem Abbau der körperlichen Kräfte erheblich ist (zum altersabhängigen Anteil der in Heimen untergebrachten Menschen siehe Kapitel 3.1.4, insbesondere Abbildung 3-4).

Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe für die genannte Personengruppe der Heimbewohner besteht darin - den im Allgemeinen Teil des Sozialgesetzbuches formulierten Zielsetzungen entsprechend - , neben dem Bemühen um Linderung der Folgen von körperlichen und/oder psychischen Krankheiten und der Erhaltung einer qualitätvollen Unterstützung und Pflege ein menschenwürdiges Leben mit einem möglichst hohen Grad von Normalität und Selbstbestimmung sicherzustellen. Dies mag als eine Selbstverständlichkeit erscheinen. Doch gerade bei einem hohen Ausmaß der Bedrohung und/oder der Belastung durch körperliche wie durch psychische Krankheit scheint es auch eine besonders starke Gefährdung der Person im Hinblick auf die Erhaltung eines menschenwürdigen Lebens zu geben. Dies betrifft nicht nur die Heimbewohner; ebenso gilt dies für die – zum Teil durch Familienangehörige sowie durch ambulante Dienste und/oder freiwillige Helfer unterstützte – Versorgung langfristig kranker und pflegebedürftiger Personen im eigenen Haushalt oder im Haushalt von Familienangehörigen.

 
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Ambulante Pflege

Finanzierung ambulanter Pflegeleistungen

Entwicklungsstand und –trends in der ambulanten Pflege

Leistungsfähigkeit und Grenzen ambulanter Pflege nach Einführung des SGB XI

Probleme spezieller Nutzergruppen

Fazit

Teilstationäre pflegerische Versorgung: Tagespflege

Quantitative Entwicklung des Angebotes

Tagespflege als Leistung des SGB

Zielgruppen der Tagespflege

Probleme und Perspektiven

Stationäre pflegerische Versorgung älterer Menschen – ausgewählte Aspekte

Statistische Angaben zu den Heimen

Die Bewohner der Heime

Die Beschäftigten in den stationären Einrichtungen

Pflegequalität und Pflegestandards

Heime – Sichere Orte des Lebens im Alter?

Ausblick

Pflegequalifizierung im Wandel

Berufliche Bildung in der Altenpflege

Weiterbildung in pflegerischen Berufen

Akademische Qualifizierung im Pflegebereich