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Pflegerische Versorgung

Wenngleich von einer wachsenden Zahl alter
Menschen auszugehen ist, deren Situation sich durch relativ gute
soziale gesundheitliche Ressourcen und ein hohes Maß an
Autonomie der Lebensführung und Alltagsbewältigung
auszeichnet, steigt mit zunehmendem Alter zugleich die
Wahrscheinlichkeit von gesundheitlichen Beeinträchtigungen,
chronischer Krankheit oder sonstigen Funktionseinschränkungen.
Zwar ist Alter keineswegs zwingend mit Pflegebedürftigkeit
verbunden, ebenso wenig wie es zwangsläufig mit Krankheit
einhergeht. Dennoch ist ein nicht unerheblicher Anteil alter
Menschen speziell im höheren Lebensalter auf Fremdhilfe und
Unterstützung durch das Versorgungssystem, besonders durch
Pflege angewiesen. Dabei reicht die Palette des Bedarfs von Hilfen
bei der Alltagsbewältigung, über pflegerische
Unterstützung bei täglichen Lebensverrichtungen und bei
Selbstversorgungseinbußen, über präventiv und
rehabilitativ orientierte Pflege zur Verhinderung von
Verschlimmerungen oder Eindämmung bestehender
Pflegebedürftigkeit bis hin zur Schwerkranken- und
Palliativpflege bzw. generell von Hilfen zur Begleitung
während der Zeit des Sterbens. Sie schließt nicht nur
Maßnahmen ein, die sich an den Pflegebedürftigen selbst
richten, sondern auch solche, die sich seinem sozialen Umfeld
widmen, zu dessen Ressourcenerhalt beitragen, und es in seinem
Betreuungsbeitrag unterstützen und stärken.
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