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Gesundheits- und PflegeversorgungPräventionMit dem Begriff der Prävention werden zum einen Merkmale der Lebenslage, der Umwelt und des Lebensstils, zum anderen Merkmale des Gesundheitsversorgungssystems beschrieben, die sich positiv auf die Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit auswirken. Die Kommission plädiert mit Blick auf die Kompetenz im Alter (siehe auch Kapitel 1 und Kapitel 7) für einen ganzheitlichen, d.h. die verschiedenen Dimensionen von Kompetenz (also die physische, die seelisch-geistige, die alltagspraktische, die kognitive und die sozialkommunikative Kompetenz) einschließenden Präventionsansatz. Durch gesundheitsbewusstes Verhalten sowie durch die Vermeidung von Risikofaktoren (zu denen auch lang anhaltende körperliche und seelische Überlastungen zu rechnen sind) in allen Lebensaltern wird zur körperlichen und seelischen Gesundheit im Alter beigetragen. Trotz der großen Bedeutung der Prävention für die Gesundheit und eine aktive Lebensgestaltung wird den präventiven Maßnahmen im Kontext des Gesundheitsversorgungssystems nicht jene Stellung zugeordnet, die diesen aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive eigentlich zukommen müsste. Vor allem ist kritisch anzumerken, dass die Bereiche Prävention, Kuration und Rehabilitation in unserem vorwiegend kurativ ausgerichteten Versorgungssystem meistens zeitlich, räumlich und organisatorisch voneinander getrennt sind. Die Kommission gibt an dieser Stelle zu bedenken, dass Organisationsformen gefunden werden müssen, die diese Bereiche zum einen gleichstellen, zum anderen miteinander verknüpfen. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse zu den positiven Effekten der Prävention ordnet die Welt-Gesundheits-Organisation (1998) den präventiven Maßnahmen große Bedeutung im Kontext der Gesundheitsversorgung zu. Sie beschreibt die Prävention als eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Zu jenen Erkrankungen, die im Alter häufig auftreten, die jedoch in weiten Teilen vermieden oder zumindest zeitlich hinausgeschoben werden könnten, wenn die Risikofaktoren für diese Erkrankungen vermieden würden, zählen vor allem Arteriosklerose, Osteoporose (mit der Folge von Stürzen und Frakturen), Lungenkrebs, Emphysem, Diabetes mellitus Typ II, Leberzirrhose sowie Inkontinenz. Weiter zu: PräventionspotenzialeDer präventive Hausbesuch |
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VorwortKapitelRessourcen des Alters aus individueller und gesellschaftlicher PerspektiveWechselwirkungen zwischen individueller und gesellschaftlicher VerantwortungChancen und Anforderungen des AltersKompetenzen älterer MenschenRessourcen für ein mitverantwortliches Leben: Das Engagement älterer Menschen in sozialen Beziehungen sowie für unsere GesellschaftKapitel 2AltersbilderKapitel 3Gesundheit und Versorgungssystem als RessourceDie gesundheitliche Qualität der gewonnenen Jahre – bisherige Entwicklung und Perspektiven der behinderungsfreien LebenserwartungSomatischer GesundheitszustandPsychischer GesundheitszustandPflegebedürftigkeit — statistische AngabenGesundheits- und PflegeversorgungTherapie- und Versorgungsaspekte: Die Potenziale zur Behandlung älterer Patienten mit psychischen StörungenPflegerische VersorgungPerspektiven der Finanzierung und Vergütung einer integrierten VersorgungKapitel 4Arbeit und Arbeitswelt als RessourceErwerbsbeteiligung, Erwerbslosigkeit und Erwerbsformen ÄltererÄltere Arbeitnehmer aus betrieblicher PerspektiveZur Veränderung betrieblicher PersonalpolitikRessourcen, Einbußen und Kompensationsmöglichkeiten älterer ArbeitnehmerDer Übergang in den RuhestandKapitel 5Ökonomische Ressourcen im AlterQuellen und Determinanten der Einkommens- und Vermögenssituation im AlterZur Einkommenslage im Alter in den neunziger Jahren - Unterschiede und EntwicklungslinienHeterogenität der Einkommenslage in WestdeutschlandArmut im AlterVermögensbeständeEntwicklungstendenzen der Einkommenslage I: Einige Ergebnisse der AVID ’96Entwicklungstendenzen der Einkommenslage II: Ergebnisse der SimulationsstudienKapitel 6Soziale RessourcenAustausch und Hilfe in sozialen NetzwerkenBürgerschaftliches EngagementKapitel 7Räumliche, infrastrukturelle und technische Umwelten als RessourceKapitel 8Rechtliche Umwelt als RessourceKapitel 9Literaturliste |
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