|
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Armut im AlterDie Leistungsfähigkeit eines Alterssicherungssystems wird grundsätzlich auch daran gemessen, wie gut die angestrebten Ziele realisiert werden. Für das Alterssicherungssystem in
Deutschland gilt, dass durch die Versicherungs- pflicht präventiv auch einem Eintreten von
materieller Armut im Alter entgegen gewirkt werden soll, neben dem – zumindest für die GRV und die Beamtenversorgung im Vordergrund stehenden – Ziel, eine Verstetigung der Einkommensentwicklung beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand zu erreichen und einer Teilnahme von Rentnern und Pensionären am Einkommensfortschritt während der
immer länger werdenden Phase des "Ruhestandes". Anzahl und Altersstruktur der Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen am 31.12.1996
Quelle: Breuer & Engels 1999, Schaubild 11. Wie Tabelle 5-6 entnommen werden kann, sind ältere Personen verglichen mit anderen Altersgruppen unterproportional unter den Beziehern der Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen vertreten. Aber auch der Anteil der Bezieher der Hilfe zum Lebensunterhalt an der entsprechenden Altersgruppe ist relativ niedrig. Dies zeigt Tabelle 5-7, in der Angaben zusammengefasst sind, die sich auf die Situation zum Jahresende 1997 für Deutschland beziehen. Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen am 31.12.1998, Anzahl sowie Anteil an der Bevölkerung in der je - weiligen Altersgruppe (in Prozent)
Quelle: Schriftliche Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung auf der Grundlage einer Sonderauswertung der Sozialhilfestatistik. Tabelle 5-7 zeigt gemessen am Sozialhilfebezug, inwieweit die einzelnen Altersgruppen von Armut betroffen sind. Im Prinzip sinkt mit zunehmendem Alter der Anteil der Empfänger von Sozialhilfe in der jeweiligen Altersgruppe – die Ausnahme bildet die Altersgruppe der 21- bis 25-Jährigen. Von den Personen, die 65 Jahre und älter sind, waren Ende 1998 nur 1,4 Prozent "sozialhilfeabhängig", wobei der Anteil der Frauen mit 1,6 Prozent den der Männer (1,1 %) überstieg. Frauen stellen in dieser Altersgruppe (mit gut 70 %) die bei weitem größte Zahl an Sozialhilfeempfängern. Anzahl der Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen im Alter von 50 und mehr Jahren in West- und Ostdeutschland und Anteil an der gleichaltrigen Bevölkerung am 31.12.1997
*Anteil der westdeutschen und ostdeutschen Empfänger an allen Empfängern **Empfänger je 100 Gleichaltrige in West- und in Ostdeutschland. Quelle: Diese Angaben beruhen auf einer "offiziellen" Armutsstatistik, die als "Armutsschwelle" die Einkommensgrenzen nach BSHG verwendet. Aber auch auf der Basis einer alternativen Operationalisierung von Armut ergeben sich vergleichbare Ergebnisse. Verwendet man 50 Prozent des durchschnittlichen Nettoäquivalenz- einkommens als Armutsgrenze 56, so ergibt sich
auf der Grundlage der EVS ’93, dass bei den westdeutschen Haushalten mit einer Bezugsperson
im Alter von 65 Jahren oder älter die Armutsquote nur bei den alleinstehenden Frauen geringfügig
überdurchschnittlich ist. Ansonsten liegen die Armutsquoten deutlich unterhalb des Durchschnitts für alle Haushalte Ende der 90er Jahre. Für ältere Haushalte in Ostdeutschland gibt es "… keine nachweisbare relative Einkommensarmut." 57 54 Die Zahlen entstammen der ASID 92. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
VorwortKapitelRessourcen des Alters aus individueller und gesellschaftlicher PerspektiveWechselwirkungen zwischen individueller und gesellschaftlicher VerantwortungChancen und Anforderungen des AltersKompetenzen älterer MenschenRessourcen für ein mitverantwortliches Leben: Das Engagement älterer Menschen in sozialen Beziehungen sowie für unsere GesellschaftKapitel 2AltersbilderKapitel 3Gesundheit und Versorgungssystem als RessourceDie gesundheitliche Qualität der gewonnenen Jahre – bisherige Entwicklung und Perspektiven der behinderungsfreien LebenserwartungSomatischer GesundheitszustandPsychischer GesundheitszustandPflegebedürftigkeit — statistische AngabenGesundheits- und PflegeversorgungTherapie- und Versorgungsaspekte: Die Potenziale zur Behandlung älterer Patienten mit psychischen StörungenPflegerische VersorgungPerspektiven der Finanzierung und Vergütung einer integrierten VersorgungKapitel 4Arbeit und Arbeitswelt als RessourceErwerbsbeteiligung, Erwerbslosigkeit und Erwerbsformen ÄltererÄltere Arbeitnehmer aus betrieblicher PerspektiveZur Veränderung betrieblicher PersonalpolitikRessourcen, Einbußen und Kompensationsmöglichkeiten älterer ArbeitnehmerDer Übergang in den RuhestandKapitel 5Ökonomische Ressourcen im AlterQuellen und Determinanten der Einkommens- und Vermögenssituation im AlterZur Einkommenslage im Alter in den neunziger Jahren - Unterschiede und EntwicklungslinienHeterogenität der Einkommenslage in WestdeutschlandArmut im AlterVermögensbeständeEntwicklungstendenzen der Einkommenslage I: Einige Ergebnisse der AVID ’96Entwicklungstendenzen der Einkommenslage II: Ergebnisse der SimulationsstudienKapitel 6Soziale RessourcenAustausch und Hilfe in sozialen NetzwerkenBürgerschaftliches EngagementKapitel 7Räumliche, infrastrukturelle und technische Umwelten als RessourceKapitel 8Rechtliche Umwelt als RessourceKapitel 9Literaturliste |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||