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Statistische Angaben zu den HeimenZahl der stationären Alteneinrichtungen und Zahl der Plätze nach TrägernFür das Jahr 1997 weist die Heimstatistik für Deutschland knapp elftausend stationäre Alteneinrichtungen aus (vgl. Tabelle 3-9). wovon 7131 in freigemeinnütziger Trägerschaft standen. Insgesamt standen in den Alteneinrichtungen rund 656 Tausend Plätze zur Verfügung; die meisten davon (knapp 364 Tausend) sind Pflegeheimplätze. Tabelle 3-9: Zahl der Alteneinrichtungen1) und der verfügbaren Plätze nach Einrichtungsträger und Platzart, 1997
1) nach § 1 Heimstatistik; 2) einschl. 152 320 Plätze, die nicht nach Art der Plätze nachgewiesen sind. Quelle: Statistisches Jahrbuch 1999, Tabelle 19.13 (Heimstatistik des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) Für die statistische Entwicklung der Zahl und des Anteils der Heime nach Trägern im letzten Jahrzehnt sind vor allem folgende zwei Tendenzen zu beobachten: Zunahme der Zahl der
Altenpflegeplätze bei Abnahme der Altenwohnheim- und
Altenheimplätze.
Zunahme des Anteils der Plätze
in Einrichtungen privatgewerblicher bei gleichzeitiger
Abnahme der Plätze in
Einrichtungen öffentlicher Trägerschaft.
Dies wird belegt durch eine neuere repräsentative Infratest-Untersuchung (Schneekloth & Müller 2000). Wie erwartet, hat sich der Trend der zahlenmäßigen Abnahme von Einrichtungen öffentlicher Träger weiter fortgesetzt. Für die Zukunft wird noch eine weitere Abnahme der Zahl der Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft erwartet. Zugenommen hat erwartungsgemäß der Anteil der privaten Träger. Verglichen mit den Ergebnissen der Infratest- Heimerhebung von 1994 stieg der Anteil der privatgewerblichen Träger stationärer Pflegeeinrichtungen von 29 Prozent (1994) auf 36 Prozent im Jahre 1998; in den neuen Bundesländern liegt der Anteil der privaten Träger von stationären Pflegeeinrichtungen noch bei ca. 11 Prozent. Tabelle 3-10: Trägerschaft stationärer Pflegeeinrichtungen 1994 und 1998 (in Prozent)
Quelle: Modifizierte Tabelle nach Schneekloth & Müller 2000: 125. Unsicher ist, ob die Zahl der Plätze im Bereich der privatgewerblichen Träger in Zukunft noch einen stärkeren Anstieg erfahren wird als die Zahl der Plätze im Bereich der bisher durch die Förderpraxis begünstigten – freigemeinnützigen Träger. Die Konkurrenzsituation dürfte sich vor allem seit In-Kraft-Treten des Pflegeversicherungsgesetzes verschärft haben (was politisch gewollt war). In Bezug auf die Gruppe der pflegebedürftigen Heimbewohner kommt die Tendenz hinzu, dass der Anteil psychisch Kranker (dementer und depressiver) Personen angestiegen ist und wahrscheinlich noch weiter ansteigen wird, was die meisten stationären Einrichtungen vor erhebliche konzeptionelle und personelle Probleme stellt und stellen wird. Dies wird auch Auswirkungen auf die Verweildauer der Bewohner haben (siehe weiter unten). Größe der stationären Pflegeeinrichtungen (durchschnittliche Platzzahl) Eine Durchschnittsbetrachtung der Größe eines Heimes nach der Zahl der Plätze ist insofern unzureichend, als Missdeutungen im Hinblick auf die Auswirkungen der Platzzahl möglich sind. "Große" Einrichtungen mit 200 oder mehr Bewohnern können z.B. unter Umständen gut gegliedert in getrennten baulichen Einheiten organisiert sein, so dass sie konzeptionell wie organisatorisch Einheiten mit 60 oder 80 Plätzen oder gar weniger Plätzen ähneln. Nach der im Jahre 1998 erfolgten Infratest-Erhebung verteilen sich die Größenklassen wie folgt: Tabelle 3-11: Stationäre Pflegeeinrichtungen nach Anzahl der Bewohner, 1994 und 1998 (in Prozent)
Quelle: Schneekloth & Müller 2000: 126. Die durchschnittliche Zahl der Bewohner pro Heim lag 1994 bundesweit bei ca. 80, im Jahr 1998 bei ca. 75. Es liegen keine Hinweise darüber vor, ob sich seitdem durch Modernisierungen und Neubauten wesentliche Verschiebungen ergeben haben. Es gibt allerdings Anzeichen dafür, dass die Zahl der Plätze pro Einrichtung etwas reduziert worden ist; bei Neubauten und Modernisierungen sind nach den Erfahrungen des Kuratoriums Deutsche Altershilfe – das pro Jahr mehr als 400 Einrichtungen berät – in der Regel geringere Zahlen pro Heim geplant. Auf konzeptionell bedingte und erwünschte geringere Platzzahlen pro Heim wird weiter unten näher eingegangen. Leistungs- und Therapieangebote der Heime Über die Leistungen der Grund- und Behandlungspflege hinaus bieten die stationären Pflegeeinrichtungen eine Reihe von Leistungen und therapeutischen Angeboten. Diese zusätzlichen Angebote können im Wettbewerb der Heime von Bedeutung sein. Wie aus Tabelle 3-12 zu ersehen ist, gehören einige der Angebote sozusagen zum Standard der Einrichtungen. Dies gilt für die Bereitstellung von Diät und Sonderkostformen, das Kontinenz- und Toilettentraining, die allgemeine Gymnastik und Bewegungsförderung, die Beschäftigungstherapie sowie das Gedächtnis- und Orientierungstraining. Tabelle 3-12: Leistungs- und Therapieangebote stationärer Pflegeeinrichtungen (in Prozent)
Quelle: Schneekloth & Müller 2000: 129f. 24 Neuere vollständige Daten aller Bundesländer lagen bei Abschluss der Arbeiten am Manuskript noch nicht vor. |
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Ambulante PflegeFinanzierung ambulanter PflegeleistungenEntwicklungsstand und –trends in der ambulanten PflegeLeistungsfähigkeit und Grenzen ambulanter Pflege nach Einführung des SGB XIProbleme spezieller NutzergruppenFazitTeilstationäre pflegerische Versorgung: TagespflegeQuantitative Entwicklung des AngebotesTagespflege als Leistung des SGBZielgruppen der TagespflegeProbleme und PerspektivenStationäre pflegerische Versorgung älterer Menschen – ausgewählte AspekteStatistische Angaben zu den HeimenDie Bewohner der HeimeDie Beschäftigten in den stationären EinrichtungenPflegequalität und PflegestandardsHeime – Sichere Orte des Lebens im Alter?AusblickPflegequalifizierung im WandelBerufliche Bildung in der AltenpflegeWeiterbildung in pflegerischen BerufenAkademische Qualifizierung im Pflegebereich |
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