|
![]() |
|
|---|---|---|
|
ErwerbslosigkeitIm Indikator der Erwerbsquoten werden Erwerbstätige und Erwerbslose zusammengefasst. Damit geben die Erwerbsquoten Auskunft über jenen Teil der Bevölkerung, der einer Erwerbsarbeit nachgeht oder eine Arbeitsstelle sucht. Wenn man aber die Möglichkeiten älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt analysieren möchte, so ist es notwendig, Erwerbstätigen- und Erwerbslosenquoten gesondert zu betrachten. Im Folgenden werden ausschließlich die altersspezifischen Erwerbslosenquoten betrachtet (April 1998). Wie in Abbildung 4-7 zu erkennen ist, können die Erwerbslosenquoten folgendermaßen beschrieben werden: (a) In den alten Bundesländern ist die Arbeitslosigkeit insgesamt geringer als in den neuen Bundesländern; Unterschiede zwischen Männern und Frauen finden sich in den alten Bundesländern kaum. (b) In den neuen Bundesländern ist die Arbeitslosigkeit bei den Frauen höher als bei den Männern und erheblich höher als bei den Frauen in den alten Bundesländern. Bei Frauen in den alten Bundesländern ist dagegen die Quote der Nichterwerbspersonen ("Stille Reserve") höher. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied in der Erwerbsneigung ost- und westdeutscher Frauen. (c) Trotz der erheblichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den Regionen Deutschlands lässt sich ein gleichförmiger Alterseffekt erkennen. In der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen steigt die Erwerbslosenquote in allen vier Gruppen steil an. In den neuen Bundesländern steigt die Erwerbslosenquote bereits ab der Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen, aber auch hier ist eine erhebliche Zunahme der Erwerbslosenquote bei den 55- bis 59-Jährigen zu verzeichnen. Bei den ab 60-Jährigen sinkt die Erwerbslosenquote dann in allen vier Gruppen unter 5 Prozent, wofür Frühverrentungsformen verantwortlich sind (s. Abschnitt 4.5). (d) Schließlich ist anzumerken, dass die Erwerbslosenquote der 20- bis 24-Jährigen in den alten Bundesländern über dem Durchschnitt und in den neuen Bundesländern unter dem Durchschnitt liegt. Hier sind regionalspezifische arbeitspolitische Maßnahmen sowie Vorruhestandsregelungen wirksam, die für die nachwachsenden Jahrgänge in den neuen Bundesländern – gemessen am hohen Niveau der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern – eine Verbesserung des Zugangs zum Arbeitsmarkt geschaffen hat. |
|
Erwerbsbeteiligung in den alten BundesländernErwerbsbeteiligung in den neuen BundesländernErwerbsquoten der Ausländer und AusländerinnenErwerbslosigkeitErwerbsformen und -biografienErwerbsbeteiligung von Männern und Frauen |
||