Erwerbsquoten der Ausländer und Ausländerinnen


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Als Ausländer werden im Folgenden jene Personen bezeichnet, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG sind. Die Erwerbsbeteiligung von Ausländerinnen und Ausländern ist im Trend rückläufig. Die Erwerbsquote der Männer in der Altersgruppe von 15 bis unter 65 Jahren sank im Zeitraum von 1991 bis 1998 geringfügig von 82 Prozent auf 78 Prozent. In der Höhe unterscheiden sich die Erwerbsquoten kaum von denen der deutschen Bevölkerung. Bei den Ausländerinnen hat diese Quote ein geringeres Niveau im Vergleich zu den deutschen Frauen. Sie erreichte im Jahr 1998 lediglich einen Wert von insgesamt 49,7 Prozent (1991: 51,7 %). Ursächlich hierfür ist vor allem das Erwerbsverhalten verheirateter und lediger Frauen, die im Jahr 1998 nur zu 47,6 Prozent bzw. 51,3 Prozent am Erwerbsleben beteiligt waren. Verwitwete bzw. geschiedene Ausländerinnen liegen mit einer Erwerbsquote von 66,7 Prozent im Jahr 1998 leicht über der Erwerbsbeteiligung deutscher Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren.

Die altersspezifischen Erwerbsquoten von Ausländerinnen und Ausländern weichen von denen der deutschen Erwerbsbevölkerung nur unwesentlich ab. Die Erwerbsquoten älterer Ausländer in den alten Bundesländern erreichen im Jahr 1998 Werte von 78,4 Prozent bei den 55- bis 59-Jährigen und 38,8 Prozent bei den 60- bis 64-Jährigen. Die höchste Erwerbsquote von 91,8 Prozent haben die Männer in der Altersgruppe von 45 bis 49 Jahren. Bei den Frauen insgesamt ist die altersspezifische Erwerbsbeteiligung ähnlich, wobei auch hier die Erwerbsquote in der Altersgruppe der 45- bis 49-Jährigen am höchsten ist. Lediglich 18,6 Prozent der Ausländerinnen sind in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen am Erwerbsleben beteiligt. Die Erwerbsbeteiligung von Ausländern ab 65 Jahren in den alten Bundesländern erscheint mit 9,7 Prozent im Jahr 1998 bei den Männern zwar relativ hoch, allerdings ist die geringe absolute Anzahl von ca. 6000 Erwerbspersonen zu berücksichtigen. In Zeitverlauf seit 1991 lassen sich keine tendenziellen Entwicklungen ablesen. Die diesbezügliche Erwerbsquote schwankt um einen Wert von ca. 10 Prozent. Die Anzahl der ausländischen weiblichen Erwerbspersonen insgesamt ist so gering, dass sie von der Statistik des Mikrozensus nicht erfasst wird. Der Rückgang der Erwerbsbeteiligung von Ausländern steht nicht allein im Zusammenhang mit der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland, sondern auch mit migrationsbezogenen Entscheidungen. Da die betroffenen Ausländerinnen und Ausländern unterschiedlichen Herkunftsländern entstammen, müsste die Interpretation dieser Prozesse differenziert unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Kulturen erfolgen (Münz, Seifert& Ulrich 1997).

 
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Erwerbsbeteiligung in den alten Bundesländern

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Erwerbsquoten der Ausländer und Ausländerinnen

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Erwerbsformen und -biografien

Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen