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Pflegequalifizierung im Wandel(a) Berufliche Bildung in den PflegeberufenFür die Übernahme einer Berufstätigkeit im Pflege-/Sozialwesen stehen heute eine Reihe von Qualifizierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Folgende Qualifikationsebenen und –inhalte lassen sich voneinander unterscheiden (s. Übersicht 3-7): Übersicht 3-7: Pflegespezifische Qualifikationsebenen und -inhalte
Die berufliche Bildung in den Pflegeberufen ist durch ihre Sonderstellung im bundesdeutschen Bildungswesen charakterisiert. Sie ist weder eine Ausbildung im Sinne des dualen Systems noch eine Berufsfachschulausbildung im Sinne der Landesschulgesetze. Wie Tabelle 3-26 zeigt, werden Schüler/innen im Berufsfeld Pflege überwiegend an Ausbildungsstätten besonderer Art – den so genannten Schulen des Gesundheitswesens – ausgebildet. Das heißt, pflegerische Bildung wird bis heute nicht durchgängig als öffentliche Bildungsaufgabe gesehen und finanziert. Traditionell stehen die meisten Ausbildungseinrichtungen in freigemeinnütziger Trägerschaft, lediglich ein geringer Teil wird öffentlich oder privat getragen. Die Finanzierung der Ausbildung speist sich aus unterschiedlichen Quellen, z.B. aus Pflegesätzen der Krankenhäuser oder aus öffentlicher Förderung (vgl. Robert Bosch Stiftung 1996). Tabelle 3-26: Schülerinnen u. Schüler im Berufsfeld Pflege nach Schularten, 1998/99
1) ohne Hessen 2) darunter 23 Altenpflegehelfer/innen an Berufsfachschulen Quelle: Statistisches Bundesamt 1999a Tabelle 3-27 zeigt die Verteilung von Auszubildenden im Berufsfeld Pflege nach Berufsrichtung. Danach bilden die Krankenpflegeschüler/innen die weitaus größte Auszubildendengruppe, gefolgt von den Altenpflegeschüler/innen. Die Mehrheit der Auszubildenden sind - wie bei den Erwerbstätigen - Frauen: Sowohl in der Kinderkrankenpflege als auch in der Familienpflege und bei den Hebammen liegt der Anteil weiblicher Auszubildender bei über 95 Prozent. In der Altenpflege und der Krankenpflegehilfe sind über 80 Prozent der Lernenden Frauen und im Bereich der Krankenpflege über 75 Prozent. Tabelle 3-27 zeigt auch, dass sich die Zahl der Auszubildenden im Berufsfeld Pflege eher reduziert als erhöht hat. Tabelle 3-27: Schülerinnen und Schüler im Berufsfeld Pflege nach Berufsrichtungen,1997/98
1) ohne Hessen und Thüringen. 2) ohne Hessen . 3) inklusive Altenpflegehelferinnen/ -helfer. Quelle: Statistisches Bundesamt 1999a |
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