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Rentenzugangsgeschehen bei MännernDie Rentenzugänge bei Männern in den alten (aBl) und neuen Bundesländern (nBl) unterscheiden sich erheblich (s. Abbildung 4-5). Während in den neuen Bundesländern mehr als die Hälfte der Rentenneuzugänge die Altersrenten wegen Arbeitslosigkeit betrifft (53,4 %), 214 sind es in den alten Bundesländern nur etwa ein Viertel (26,7 %). Die zweite bedeutende – in beiden Regionen Deutschlands etwa gleich vertretene – Rentenart ist die nicht an Altersgrenzen gebundene Rente wegen verminderter Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit: Rund 28 Prozent (aBl) bzw. 29 Prozent (nBl) der Rentenneuzugänge fallen in diese Kategorie. Hier ist allerdings anzumerken, dass in der ArV der relative Anteil an Renten wegen Erwerbsminderung mit 33 Prozent fast doppelt so hoch ist wie in der AnV. Bei der Regelaltersrente zeigt sich, dass etwa ein Fünftel aller Männer in den alten Bundesländern dieser Rentenart zugehen (19,1 %), aber nur eine kleine Minderheit der Männer in den neuen Bundesländern (4,9 %). Dies ist eine fast vollständige Veränderung im Vergleich mit der Situation in der DDR, in der die Regelaltersgrenze von 65 Jahren für alle männlichen Erwerbstätigen galt. Die Rentenzugänge für Altersrenten für langjährig Versicherte (17,1 % aBl, 9,7 % nBl) sowie für Altersrenten für Schwerbehinderte (9,0 aBl bzw. 3,3 % nBl) sind – trotz Unterschieden zwischen den beiden Regionen Deutschlands – von nachrangiger Bedeutung. Im Zeitverlauf seit 1993 sind die folgenden Tendenzen festzustellen. In den alten Bundesländern nehmen die BU/EU-Renten und die Regelaltersrenten seit 1993 kontinuierlich ab. Zugenommen in der quantitativen Bedeutung haben die Rente wegen Arbeitslosigkeit und die Altersrente für langjährig Versicherte ("flexible Altersgrenze"). Die Altersrente wegen Schwerbehinderung bewegt sich dagegen auf einem konstanten Niveau. In den neuen Bundesländern zeichnet sich ein davon sehr unterschiedliches Bild ab: Die Regelaltersrente (im Jahr 1993 noch fast 50 Prozent der Rentenneuzugänge ausmachend) hat an Bedeutung erheblich abgenommen. Spiegelbildlich gestiegen ist dagegen die Rente wegen Arbeitslosigkeit: Von etwa 20 Prozent der Rentenneuzugänge im Jahr 1993 stieg diese Rentenart auf ca. 60 Prozent im Jahr 1997. Hieran wird der Einfluss der zuvor geltenden Vorruhestandsregelungen deutlich, die zu einer überaus raschen Anpassung der Frühverrentungen in den neuen Bundesländer an jenes Niveau geführt hatten, das sich in den alten Ländern über einen längeren Zeitraum etablieren konnte (Rosenow 1999). Ebenfalls angestiegen sind Rentenzugänge wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Die Altersrente für langjährig Versicherte sowie die Altersrente für Schwerbehinderte spielen dagegen in den neuen Bundesländern nur eine untergeordnete Ro lle. Da zur Zeit bei der Rente wegen Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit die Bedingungen des Arbeitsmarktes bei der Rentenbewilligung noch berücksichtigt werden (der Anteil der EU/BU-Renten mit "konkrete Betrachtungsweise" betrug 1998 ca. 30 Prozent), ist der Anteil jener Rentenneuzugänge, die mit Blick auf den Situation am Arbeitsmarkt getroffen werden, außerordentlich hoch. Die Neuregelung, dass eine mindestens 24-monatige Altersteilzeit einer Arbeitslosigkeit von 12 Monaten (in einer Rahmenfrist von 18 Monaten) gleichgesetzt wird, dürfte hier noch keine Bedeutung haben (Grütz & Faik 1998: 305). Da sie erst zum 1.8.1996 in Kraft getreten ist, konnte sich diese Rechtsänderung bei den Rentenzugängen 1998 noch nicht bemerkbar machen. Betrachtet man das langjährige Rentenzugangsgeschehen in den alten Bundesländern seit 1960 (Rehfeld 1998), so zeigen sich bei den Männern in den verschiedenen Rentenarten sehr unterschiedliche Verläufe, von denen drei herausgestellt werden sollen: Die Regelaltersrente dominierte das Rentenzugangsgeschehen bis in die frühen 70er Jahre, ging dann bis Mitte der 80er Jahre dramatisch zurück und gewinnt seitdem wieder an Bedeutung. Dagegen hat die Altersrente bei Arbeitslosigkeit – in den 60er und 70er Jahren praktisch bedeutungslos – seit Mitte der 80er erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrenten sind schließlich mit gewissen Schwankungen relativ stabil geblieben. |
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Der Übergang in die RenteEntwicklung der RentenzugangspfadeRentenzugangsgeschehen bei MännernRentenzugangsgeschehen bei FrauenFormen des Übergangs in den RuhestandEntwicklung der RentenzugangsmöglichkeitenFazit |
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