| Handlungsspielräume | Anteil der Bewohner(in Prozent) |
|---|---|
| · tagsüber zu jeder Zeit Besuch möglich | 98,4 |
| · Zimmergestaltung möglich | 97,4 |
| · Selbstauswahl der Kleidung möglich | 93,2 |
| · eigene Möbel möglich | 85,4 |
| · tagsüber das Haus verlassen möglich | 81,5 |
| · Selbstbestimmung der Weck- und Schlafenszeiten | 79,4 |
| · Eigenständige Verfügung über Bargeld | 75,1 |
| · - (eigener) Zimmerschlüssel | 55,9 |
| · Haustiere möglich | 54,1 |
| · Selbstbestimmung der Essenszeiten | 37,9 |
| · Besucher auch nachts im Zimmer möglich | 36,1 |
| · - (eigener) Hausschlüssel möglich | 34,5 |
Quelle: Schneekloth & Müller 1997: 150 (Reihenfolge geändert).
"....Betrachtet man die durch die Heimleitungen angegebenen Handlungsspielräume, so könnte man zu der Auffassung gelangen, dass sich die Situation der Heimbewohner – abgestuft nach dem Grad ihrer körperlichen bzw. psychischen Einschränkungen - gar nicht so sehr von der in einem normalen Mehrpersonenhaushalt unterscheidet. Die Frage erhebt sich jedoch, ob diese Handlungsspielräume nur theoretisch bestehen, oder ob sie tatsächlich auch genutzt werden (können). Wenn zum Beispiel 98 Prozent der Heimleitungen angeben, dass jederzeit tagsüber Besuch möglich ist, so ist dies zu verknüpfen mit den in der gleichen Untersuchung ermittelten tatsächlichen Besuchen der Bewohner. Danach erhalten 11 Prozent der Bewohner täglich Besuch, 36 Prozent einmal oder mehrmals pro Woche und 26 Prozent einmal oder mehrmals pro Monat. 26 Prozent bekommen nur selten und 5 Prozent nie Besuch..."
Quelle: Dritter Altenbericht der Bundesregierung. Kap. 3.2.4.3, S. 132