Altersstereotype sind kollektivgesellschaftliche
Vorstellungen und Meinungen über Alter(n) und alt sein, wie
sie mit Begriffen wie "Alterslast", "Alterskapital",
"Altersweisheit" verbunden sind(vgl. Niederfranke et.al., Tews
1991).
Altersstereotype sind relativ fest gefügte, stabile
Überzeugungen davon, wie ältere Menschen (angeblich) sind
und wodurch sie sich von anderen, jüngeren Menschen
unterscheiden (Moscovici 1961 zit. in: Niederfranke et al a a 0,
1/19)
Altersstereotype sind Zuschreibungen von bestimmten Eigenschaften
(. ), Verhaltensweisen (...) oder Rollen (...) aufgrund des
kalendarischen Alters.
Alte sind schrullig, etwas tüdelig, man macht sich über
sie lustig - mal mehr, mal weniger charmant - , sie sind
gebrechlich, pflegebedürftig und fristen ein würdeloses
Leben, - oder sie sind vergnügungssüchtige Kreuzfahrer
auf Luxuslinern. Dies sind Stereotype des Altersbildes, die uns
häufig begegnen
Allgemeine Bilder und Vorstellungen über ganze Kategorien von Menschen (die Armen, die Weissen, die Betagten, die Juden, die Rentner usw.) sind gefährlich, wenn dadurch ganze Bevölkerungsgruppen abschätzig beurteilt werden. Neben Rasse und Geschlecht gehört heute auch das «Alter» zu den sichtbaren äusseren Merkmalen, nach denen Leute eingeordnet werden. Da «alt-sein» oft mit negativen Aspekten assoziiert wird, ist die Einstufung in jung versus alt häufiger ein Mittel der offenen Diskriminierung. Dies kommt etwa zum Ausdruck, wenn in Stelleninseraten «junge, dynamische Mitarbeiter/innen» gefragt sind (alt und dynamisch schliessen sich nicht gegenseitig aus).