
Schon in jungen Jahren rangiert die Gesundheit als einer der obersten Werte in den persönlichen Werthierarchien. Die Wertschätzung der Gesundheit nimmt mit zunehmendem Alter zu. Gesundheit im Alter beginnt in der Jugend und beruht auf Gesundheitsförderung und Prävention in jüngeren Lebensjahren. Gesundheit im Alter ist ein Zusammenwirken von psychischen, physischen und sozialen Aspekten der Lebenssituation. Die Mehrzahl der Bevölkerung erreicht das 7. Lebensjahrzehnt in Gesundheit und bewahrt diese bis kurz vor dem Tod.
Die Beurteilung der gesundheitlichen Situation von
Senioren erfolgt in der geriatrischen Medizin durch ein assessment,
das man etwa mit umfassender Bestandsaufnahme der von der WHO
unterschiedenen fünf Dimensionen der Gesundheit
übersetzen kann: Physische Gesundheit, psychische Gesundheit,
soziale Gesundheit, ökonomischer Status,
Selbsthilfefähigkeit.
Nach Auffassung der Medizin ist der überwiegende Teil der
Gesundheitsstörungen alter Menschen krankheitsbedingt und
nicht durch Alternsvorgänge verursacht.
Organveränderungen
im Alter
Gesundheitliche Störungen im Alter bedeuten zwar für die
betroffenen Senioren Funktionseinschränkungen aber nicht
zwangsläufig Verzicht auf ein gesundes – nämlich
selbstständiges, selbstverantwortliches und sinnerfülltes
– Leben, welches von Gesundheit in einem weiteren Sinne
zeugt.